In ganz Bonn geht bald das Licht aus

Damit Demokratie auch in Zukunft eine Chance hat

Ganz Bonn? Nein, in einem großen Haus am Rhein werden weiter jährlich für ca. 20 Mio. Euro hundert Opern aufgeführt, während Bäder, Büchereien, freie Theater, Turnhallen und viele andere Institutionen schließen. Sie haben schlicht das Pech, vertraglich nicht so gut abgesichert zu sein, wie die Oper.

Für diese aberwitzige Lage sind alle Ratsparteien verantwortlich, die in seltener Eintracht noch im Herbst 2012 die Forderung der Bonner Piraten nach einem Ratsbürgerentscheid zur Zukunft der Bonner Oper als ‘grober Unfug’ bezeichnet haben. Dieses Urteil im Stile von Blockparteien fällt nun auf die Ratsparteien zurück, die damals erkennbare Haushaltsrisiken sträflich ignoriert haben.

Mit den ‘Leitlinien zum Haushalt der Stadt Bonn’ wird bisher nur angedeutet, wer für das Versagen der Ratsparteien zahlen muss: Zunächst alle Bonner mit einer zusätzlichen Bürgerabgabe. Welche Kürzungen es darüber hinaus gibt, wird vorläufig mit wolkigen Worten umschrieben.

Nach Ansicht der Piratenpartei ist die Beteiligung aller Bonner mit einem Ratsbürgerentscheid weiter der sicherste Weg, zu schnellen Einsparungen im Opernbereich zu gelangen, da ein solcher rechtlich ‘über’ Ratsentscheidungen steht. So könnte zügig die Chance geschaffen werden, laufende Opernverträge schon von dem Jahr 2018 zu kündigen und Gelder für dringendere Bereiche der Daseinsvorsorge zur Verfügung zu haben.

Klaus Benndorf, Vorsitzender der Bonner Piraten: ‘Natürlich wissen wir auch, dass diese Maßnahme allein nicht ausreichen wird. Aber sie wäre beispielhaft für einen neuen Umgang der Politik mit den Bürgern: nachvollziehbare Alternativen beim Haushalt anbieten und alle Bonner darüber abstimmen lassen.’


Kommentare

8 Kommentare zu In ganz Bonn geht bald das Licht aus

  1. stoertebecker schrieb am

    Mein Gott, die Piratenpartei hat es immer noch nicht kapiert mit dem peinlichen Kandidaten Benndorf, dass eine kultur- und bildungsfeindliche Politik bei den Bürgern nicht ankommt. Wie oft wollt Ihr denn noch scheitern??? Von der Bundestagswahl nix gelernt? Wie dilettantisch soll es denn noch werden? Ja, wenn es nach Benndorf ginge, hätten wir keine Hochkultur mehr, sondern nur noch dem Konsum zugetane Brot und Spiele Partys zur Volksverdummung wie die von ihm hochgeschriebenen Holi-Open-Air. Ja, das ist das Niveau der Piraten. Vielleicht sollte sich mal jemand bei den Piraten finden, der sich in Kultur auskennt… Oder haben die Gebildeten das sinkende Schiff schon verlassen? Wenn sie klug waren, bestimmt!!! Und wenn einem keine neuen Themen einfallen, kramt man das alte Thema Oper hervor. Gähn.
    Wenn Ihr schon hunderte Arbeitsplätze im Kulturbereich vernichten wollt und die Künstler auf die Strasse setzen wollt, setzt Euch endlich mal ernsthaft mit dem Thema auseinander. Euer populistischer Stimmenfang kommt doch nicht an. Ihr seid ja schlimmer als die BILD-Zeitung. Man hätte sich ja von den Piraten anderes erhofft. Aber sie stehen halt nicht dafür, ernsthaft mit solchen Dingen umzugehen. Diese Partei diskreditiert sich selbst. Geht nach Hause und macht das Licht aus. Für Euch gibt es keine Hoffnung mehr.

  2. struenzer schrieb am

    Stoertebecker ist voll und ganz zu zustimmen. Hoffentlich geht bei den Piraten bald das Licht aus und zwar für immer.

  3. Bernhard schrieb am

    Wenn ihr keine Argumente mehr habt, greift doch zu persönlichen Diffamierungen! Ach, macht ihr schon…?

  4. @ Störtebecker,
    so ein Kommentar muntert auf. Er zeigt mir, dass unsere Forderungen richtig sind und die notwendige Aufmerksamkeit erregen. Danke.
    Dass ein Vertreter der Hochkultur zu persönlichen Beleidigungen greift, zeigt mir allerdings, dass man in diesem Fall sowohl den Prefix “Hoch” als auch den Suffix “Kultur” weglassen sollte. Schade.

  5. stoertebecker schrieb am

    Da die Piratenpartei samt ihres “Spitzen”-kandidaten Benndorf sich wohl nicht einmal die Mühe gemacht haben, die vielen Kommentare hier von vergangenen Diskussionen durchzulesen und nie argumentativ auf diese eingegangen sind, sondern immer an der Oberfläche blieben und blinden Populismus betrieben, weil sie von der Sache an sich nichts verstehen und nichts begreifen, beweisen sie wider Willen, daß viele hier eben NICHT zu einer direkten Demokratie fähig sind. Statt Aufklärung betreiben die Piraten billigen Populismus. Das treibt Demokratie nicht voran, sondern hindert sie. Die Piraten gehen nicht in die Tiefe, sondern bleiben an der Oberfläche und betreiben Volksverdummung. Das ist beschämend. Die Kommentare von Bernhard kennt man ja auch schon zur Genüge. Wer diese Leute wählt oder unterstützt, ist selber schuld. Sie sind gegen Kultur, gegen Bildung und für die Abschaffung von Arbeitsplätzen. Sie versuchen auf billigste Art und Weise die Gesellschaft zu spalten ohne Sinn und Verstand. Weil sie von Oper und Hochkultur nichts verstehen und diese Dinge mit bloßer Unterhaltung für die *Reichen* gleichsetzen, wollen sie sie vernichten. Kulturkahlschlag. Statt dessen Brot und Spiele zur Volksverdummung. Sie machen erst aus der Oper eine Institution für die Reichen, da sie die Subventionen kürzen/streichen wollen, daß wir als Normalbürger nicht mehr in die Oper gehen können. Das begreifen sie aber nicht. Statt lieber den Mund zu halten, weil sie von der Sache nichts verstehen, quatschen sie lustig drauf los oder prügeln sich untereinander in den Parlamenten oder im Netz. Sie merken nicht, wie gefährlich sie sind mit ihrer Naivität. Benndorf sollte sich um seine Motorräder kümmern, vielleicht versteht er da etwas davon. Bernhard erzieht Kinder. Hoffentlich werden die von anderen an die Kultur herangeführt. Und an die Tiefe der Dinge.Ssie beklagen, daß man sie diffamiert. Was machen aber sie? Untereinander wie der ihr fremden Materie gegenüber? Dummheit kann wirklich wehtun. Mischt euch in Sachen ein, von denen ihr etwas versteht.

  6. stoertebecker schrieb am

    Übrigens müssen sich die Piraten nicht wundern, daß sie hier ziemlich hart angefasst werden, da sie hunderte von Arbeitsplätzen gefährden und ständig Falschinformationen verbreiten. Wer sich für direkte Demokratie einsetzt, sollte aufklären und nicht durch Halbwahrheiten verschleiern wollen. Wer sich für direkte Demokratie einsetzt, sollte sich informieren und nicht daherplappern. Aber der letzte Parteitag der Piraten sprach Bände. Gerade sie sind nicht fähig zur direkten Demokratie. Da sieht man wieder was passiert, wenn es an Bildung und Kultur fehlt. Das Licht wird ausgehen in Städten OHNE Bildung und ohne Kultur. Weshalb sind die Piraten nicht wiedergewählt worden? Weil es ihnen an Kultur fehlt.

  7. sualkbn schrieb am

    @stoertebecker: Komm Mittwochs zu unserem wöchentlichen Treffen, stell dich den Menschen die du hier angreifst. Eines kann ich garantieren: Wir verstehen sehr genau, was hier in Bonn los ist und genau deshalb mischen wir uns ein.

  8. stoertebecker schrieb am

    Geht Ihr mal lieber zu den Menschen in die Oper und stellt Euch denen, mit deren Schicksal Ihr spielt. Stellt Euch denen, die Ihr arbeitslos machen wollt. Stellt Euch denen, die wirklich etwas für die Gesellschaft tun.
    Geht in die Kultureinrichtungen und lernt etwas über Kultur, über Musik, über die Gesellschaft, über Euch. Darum geht es nämlich in der Oper. Lernt, über Euren Tellerrand zu schauen und die Größe und die Tiefe der Dinge zu erkennen. Lernt das Denken!!! Dann erst seid Ihr zu direkter Demokratie bereit.

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