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Erneut Populismuswochen im Bonner Stadthaus

Mit undifferenzierter Kritik reagiert der Bonner Generalintendant Helmich auf die Sparvorschläge von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch. Nimptsch möchte die Opernhäuser von Köln und Bonn fusionieren, um deren Finanzierung langfristig gewährleisten zu können. Die Bonner Piraten rufen die Vertreter der sogenannten Hochkultur auf, ihren hohen Thron zu verlassen und sich den Realitäten des Lebens zu stellen. Die fetten Jahre sind vorbei.

Kein Land der Welt leistet sich mehr Opernhäuser als Deutschland. In Bonn wird jede Opernkarte vom Steuerzahler mit rund 250 Euro bezuschusst – NRW-Rekord! Wagt man es, diese Umstände zu kritisieren oder gar die enormen Kosten dieser Tatsache zu beziffern, spuckt die Opernindustrie Gift und Galle.

Im Gespräch mit dem General-Anzeiger wirft General- und damit gleichzeitig Opern-Intendant Helmich seinem obersten Dienstherren Populismus vor. Der OB möchte die Bonner und Kölner Oper zusammen legen. Denn für sich genommen, sprengen die Budgets beider Häuser auf Dauer die Kulturbudgets beider Städte. Wie mit den Sparzwängen der kommunalen Finanzen umzugehen sei, beantwortet Helmich auch während seiner neuerlichen Attacke in keinem Satz.

Für die Profiteure der millionenschweren Opernsubventionen ist jeder Kritiker ein Populist, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt. Hier wird auch vor Beschimpfungen und Beleidigungen auf unterstem Niveau nicht halt gemacht, um die eigenen Pfründe zu sichern. Besonders bemerkenswert: Jürgen Repschläger von der Bonner Linken, gebraucht in diesem Kontext seit Jahren das gleiche Vokabular wie Opernintendant Helmich. Der gesamte
Stadtrat verweigert sich nach wie vor einer demokratischen Befragung der Bonner Bürger, ob diese die Oper in Bonn auf Dauer durch Erhöhung von Grundsteuer und Miete finanzieren wollen.

“Langsam schließt sich das Zeitfenster, in dem die Kommunalpolitik überhaupt noch die finanziellen Mittel hat, um Einfluss auf die kulturelle Gestaltung der Stadt zu nehmen.”, erklärt dazu Felix Kopinski, kommunalpolitischer Sprecher und Spitzenkandidat der Piraten für die anstehenden Kommunalwahlen in Bonn.

Kopinski weiter: “Besser Gestern als Morgen muss ein fundamentales Umdenken in Kultur-Dezernat und -Ausschuss eingeleitet werden. Weg von Prestigeveranstaltungen für Wenige, hin zu einer von breiten Bevölkerungsschichten getragenen Kulturpolitik. Jetzt rächt sich die Borniertheit, mit der der Bonner Kulturausschuss Sub- und Jugend-Kultur als „Popularmusik“ belächelt. Die fetten Jahre sind vorbei, sogar die kleinen Bonner Theater sind seit Langem unterfinanziert“.

Die Bonner Piraten fordern Oberbürgermeister Nimptsch auf, sich derartig niveaulose Angriffe nicht länger bieten zu lassen und dienstrechtliche Schritte gegen den egozentrischen Opernintendanten einzuleiten.

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