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Solingen braucht Mut, Ideen und Geschwindigkeit

Leerstände City, Langsamkeit in Solingen

Im Vergleich zu den Jahren 2013/2014 ist es ruhig geworden bei der Solinger Piratenpartei mit Aktionen, Projekten und Veranstaltungen. Wenn wir auf unser Kommunalwahlprogramm für Solingen aus dieser Zeit schauen, dann wird jedoch klar, dass wir für 2020 rund 98% unverändert lassen könnten.

Solingen ist doch immer noch sehr abhängig von Fördergeldern, was die Möglichkeiten beschränkt und die Geschwindigkeit bremst. Dabei muss dann Solingen auch meist 20% der Kosten selbst tragen und Aufmerksamkeit erfordern auch die nicht unerheblichen Folgekosten bei geförderten Projekten. (Die kostenintensive Holzbank in Ohligs sollte eine Warnung für die Zukunft sein!) Zu mehr oder weniger sinnvollen Projekten in der Vergangenheit kann man sich z.B. über das “Konzept südliche Innenstadt zur Regionale 2006” informieren. Es hat rund 26 Mio € gekostet und Solingen hat davon fast 8 Mio €, also hier rund 30%, selbst bezahlt. Oder man liest etwas über das Konzept zur “Nordstadt” mit 9 Mio € Gesamtkosten oder über das „Kreativ- und Standortoffensive für die Innenstadt – integriertes Entwicklungskonzept für die Solinger Innenstadt – City 2013“, welches bei gesamt 6,5 Mio € lag. Der Stadt scheint es etwas peinlich zu sein, denn das Konzept City 2013 wurde im Internet einfach mit identischen Links, sogar auf den ursprünglichen Förderseiten, durch das Konzept City 2030 ersetzt. Einen kleinen Eindruck zu den Konzepten und dem sehr mäßigen Erfolg (bei einem Einsatz von 42 Mio €) bekommt man noch hier.

Hohe Förderung => hoher Eigenanteil u. Folgekosten nach der Umsetzung in Solingen

 

 

 

 

 

 

 

 

Projektentwicklung und erfolgreiche Veränderung lebt von der Mitarbeit der Bürger und aller Beteiligten. Dazu gehört auch die Wahrheit, die nicht durch Wahlkampf geschönt werden sollte.

Bitte informiert euch und wagt Neues, sucht Kontakt, vernetzt euch und geht es an!

Links dazu:

https://www.solingen.de/de/inhalt/innenstadt/

https://www.solingen.de/de/dienstleistungen/verfuegungsfonds-innenstadt/

Zu Corona und monetärer Hilfe:

https://www.jimdo.com/de/magazin/corona-hilfen-fuer-selbststaendige-kleine-unternehmen

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/KfW-Corona-Hilfe/

 

Kommentar:

Wenn wir zum Beispiel den Artikel im Solinger Tageblatt vom 27.05.2020 lesen, dann zweifeln wir doch am Willen und Können der Beteiligten. Der Oberbürgermeister lobt sich hier dafür, dass er neue Stellen im OB-Büro geschaffen / angesiedelt hat und daher, seiner Meinung nach, schnell / besonnen gehandelt hat. Das neue „Marketing-Zeitalter“ des OBs aus dem Jahr 2016/17 und das „Mensch, Solingen“ Konzept sehen nicht nur Professoren als Totalausfall ebenso sehen wir auch Joachim Radtke, der eher ein Rückschritt für Solingen und seine Werbewirkung ist. Der OB dagegen sieht in der Tatsache, dass eine App eine Woche früher erscheint als geplant, eine Bestätigung für seine Konzentration der Spezialisten im OB-Büro nach der OB-Wahl im Jahr 2015. Im selben Artikel wird jedoch weiter erklärt, dass der Hauptteil der Funktionen der App dann, wie vorgesehen, erst im Juni mit der Version 2.0 verfügbar sein wird. Die App beinhaltet somit hoffentlich auch eine wesentlich bessere Version des Mängelmelders, der bisher sehr versteckt und nicht direkt verlinkbar auf der Webseite der Stadt Solingen sein Dasein fristete.

Und zum Thema freies WLAN für Solingen schließt der Artikel mit dem Hinweis, der dann endgültig den OB konterkariert und das Thema Geschwindigkeit, dass der Ausbau von freiem WLAN erst bis 2024 in Aussicht gestellt wird. Also 2024 kommt mehr freies WLAN für die Solinger Bürger. Das ist dann ungefähr ein Jahrzehnt später, bis sich eine gute Idee, vermutlich mit Fördergeld, auch in Solingen durchsetzen kann! Respekt!