Allgemein Internet Kommunalpolitik

Online vs. Offline

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Text/Meinung: Christian W.

Die gestrige Veranstaltung, „Piraten-Demokratie“ der Arbeitsgemeinschaft Zukunft für Lemgo, konnte viele Fragen zur Arbeitsweise der Parteien klären, warf jedoch gleichzeitig neue Fragen auf. Eine davon, die Frage, wie man bei steigender Online-(Partei-)Arbeit mit denjenigen Bürgern um geht, die keine Netzverbindung haben, keine wollen oder nicht wissen wie sie mit einem PC umgehen sollen, stand dabei im Fokus.

Diese Bürger abseits stehen zu lassen, so waren sich alle Teilnehmer einig, kommt dabei nicht in Frage.

Hier stellt sich nun eine interessante Aufgabe für die Piraten, da die Veranstaltung nochmals bestätigte, dass gerade der bei der Piratenpartei vorhandene Technologievorsprung, den Gegensatz zwischen Online- und Offline-Bürgern nochmals deutlich vergrößert.
Sicherlich ist der Gruppe, die sich nicht traut, aber die technische Ausstattung besitzt, am ehesten mit Schulungen zu helfen. Diese könnten durch Mitglieder der Piraten kurzfristig organisiert und durchgeführt werden. Hier gehts zum Piratenpad um Hilfe zu bekommen… Bei der Gruppe, die sich nicht mit dem Internet beschäftigen will, ist festzustellen, warum sie dies ablehnt. Diese Vorbehalte und Vorurteile könnten an  Diskussionsabenden ausgeräumt werden.

Was aber passiert nun mit denjenigen, die keinen PC und Netzzugang besitzen, da sie sich dies nicht leisten können? Ein Ansatz ist die bekannte Initiative „One laptop per child“, ein anderer Weg könnten MiniPC (Modell-Beispiel: chip.de) sein, die mit dem nötigsten ausgestattet, für kleines Geld von Kommune/Land/Bund angeschafft werden könnten und dem Bürger zur Verfügung gestellt werden.

Gleiches gilt für die Internetverbindung.
Letztendlich ist eine flächendeckende Internetanbindung immer mit den dafür benötigten Haushaltsmitteln verbunden. Neben dem Aspekt der politischen Einflussnahme spielt der Bereich Bildung eine tragende Rolle. Das Internet wird in seiner Funktion immer bedeutsamer und ist als Weg des Informationsaustausches nicht mehr wegzudenken.

Sicherlich geht es darum diese Themen innerhalb der Piraten zu Diskutieren, um eine breite Basis zu mobilisieren. Es geht jedoch nicht darum intern zu kommunizieren, um Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten, sondern es geht vielmehr darum die anderen Parteien mit ins Boot zu holen. Dieses Thema betrifft uns alle.
Gemeinsam sollten wir klarmachen zum Ändern.

2 Kommentare zu “Online vs. Offline

  1. Die Online-Medien sind schon jetzt ein wichtiges Element politischer Information und Partizipation. Politische Beiteiligung darf nicht nur einer relativ kleinen Gruppe eher junger und internetaffiner Bürgerinnen und Bürger vorbehalten sein. Darin sind wir uns einig. Es würde die PIRATEN ehren, wenn sie gezielt Qualifizierungsmaßnahmen anböten. Ich glaube allerdings, das würde die Parteimitglieder überfordern.
    Deshalb schlage ich in öffentlichen Einrichtungen und Bürgerhäusern vor, niedrigschwellige und selbst erklärende Internet-Zugänge einzurichten. Zum Beispiel überlegt die AWO-Lemgo, in der Senioreneinrichtung “Kastanienhaus” für die Zielgruppe der Senioren ein solches Angebot zu machen. Für diejenigen, die Geschmack daran finden, können dann sicher auch vertiefende Beratungs- und Kursangebote gemacht werden.

    • Daniel M.

      ja solche maßnahmen sidn ganz gut um Leute die vielleicht nicht wissen wie sie mit dem Internet umzugehen haben, oder der Plan mit den mini-pc’*s und dem internet is auch super für sehr viele HartzIV empfämger wo sich die Familien einfach aus geldmangel keinen PC leisten können. Aber es gibt auch Leute die wollen einfach nichts mit der Technik zu tun haben, es sind vielleicht nicht soviele, aber auch diese Leute sollten nicht benachteiligt werden, auch für diese Zielgruppe muss eine Lösung geschaffen werden. Vielleicht durch Plakate oder Flyer das dann auch jeder sieht wenn irgendwo z.B ne Versmmlung ist, das dazu jeder Bürger eingeladen mitzureden und sich einzubringen, sehr viele Leute wissen auch garnicht das man aktiv bei den Piraten mitreden kann, weil das bei anderen Parteien nicht an der Tagesordnung ist.

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