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Text/Meinung: Helmut G.

Da es in den vergangen Wochen am Stammtisch in Detmold einige Diskussionen zum Thema Facebook gab, möchte ich meine Behauptungen und Probleme mit Facebook auf diesem Wege noch einmal detailliert darlegen.

Aus diesem Grunde möchte ich anhand von 9 Punkten deutlich machen, wo die Gefahren und Probleme im Umgang mit Facebook liegen.

1. Im Mai 2005 (1 Jahr nach Gründung von Facebook) investierte die als Tarn- und Beteiligungsfirma der CIA Accel Partners 12,7 Mio. USD in Facebook.  http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook
Für den Geheimdienst eines fremden Staates gelten nicht die Beschränkungen in der Sichtbarkeit meines Facebook-Accounts.

2. Auch das BKA nutzt die Daten, allerdings nur die von mir freigegebenen:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Virtuelle-Ermittler-in-sozialen-Netzen-1279004.html

3. Facebook kennt jetzt schon anhand meiner Freunde meine sexuelle Orientierung (C’t vom 21.5.2012 Seite 87)

4. Facebook kann jetzt schon anhand meines Facebook-Profils meine Leistung im Job besser abschätzen als mit psychologischen Standardtests (C’t, s. o.). Jeder Arbeitsgeber freut sich über die Information, die er ohne den Bewerber fragen zu müssen, erhält.

5. Ohne viel Fantasie tun sich neue Geschäftsfelder auf. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Frau XY in den nächsten 5 Jahren schwanger wird. Wie sieht es aus mit Krankheiten, Selbsthilfegruppen, riskanter Lebensstil? (C’t)

6. Über den automatischen Freundefinder wird der Email-Account nach Kontakten durchsucht, die noch nicht Mitglied sind. Facebook kennt mich über meine Freunde, obwohl ich nicht Mitglied bin. Facebook erhält die Information über meine Email-Adresse und darüber, was meine Freunde über mich schreiben.

7. Durch den “Gefällt mir”-Button auf einer Website, selbst wenn ich den Button NICHT anklicke, erfährt Facebook, auf welchen Seiten ich mich herumtreibe. Bin ich Facebook-Mitglied, dann wird durch ein ungewolltes Cookie die Internetseite mit meinen Facebook-Nutzerprofil zusammengeführt. Dies führt zu einem ausführlichen Bewegungsprofil.

8. Durch die Gesichterkennung werde ich erfasst und auf anderen (auch älteren) Fotos wiedererkannt, selbst wenn ich NICHT Mitglied bin, da nur irgendein Freund von mir mich taggen muss. Auch als Nicht-Nutzer kann ich mich vor Facebook nicht verbergen.

9. Meine Daten gehören einem gewinnorientierten Unternehmen, welches nicht demokratisch kontrolliert wird. Bei 1 Milliarden Nutzern und einem Börsenwert von 100 Milliarden USD ist jeder Nutzer 100 USD wert. Facebook wird sicherlich jeden Cent davon nutzen.

4 Kommentare zu “Warum ist Facebook böse?

  1. Alle diese Punkte sind richtig und müssen ein kritisches Bewusstsein schaffen.

    Jedoch gibt es auch immer die andere Seite der Medaille und die heißt in meinem konkreten Fall:

    Vernetzung mit Freunden und Bekannten aus allen Teilen dieser Welt.
    Hierfür bin ich dankbar, auch wenn Probleme diskutiert werden müssen und Facebook streng reglementiert werden sollte.

  2. Moin Helmut,
    wenn man Deine Maßstäbe allgemein anwendet: Müsste man dann nicht auch: google, amazon, twitter, foursquare, xing, dropbox, apple uvm als “böse” einstufen und welche Dienste kann ich dann überhaupt noch nutzen?
    Frank

  3. Es ist richtig, dass unser Leben langweilig wäre, wenn es die Web2.0-Firmen nicht gäbe. Sie erziehen uns jedoch auf Dauer zu einem angepassten Verhalten. Z.B. keine anzüglichen Inhalte bei Apple, keine revolutionären Gedanken wie Assange von Wikileaks bei den anderen. Den Rahmen, in dem wir uns bewegen können, geben ausländische Firmen vor, an denen der CIA beteiligt ist. Solange du nur lieb und brav konsumierst und Geld besitzt, wirst du keine Probleme bekommen. Aber dein Korsett wird in Zukunft enger werden, wenn wir uns jetzt nicht wehren!
    Da die USA die Meinungsführerschaft über die Welt mithilfe ihrer Marktmacht (Militär, Börse, Web2.0-Firmen, Nachrichtendiensten, Rating-Agenturen) bereits besitzen und unsere Politiker in der Euro-Krise der internationalen Finanzwelt hinterher hechten, ist ein Widerstand schwierig, aber nicht hoffnungslos. Beispiele sind die Piraten, Socialswarm.net usw.
    @hguenther

  4. Pingback: check my blog

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