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Die Pflege hängt am Tropf

Rückhalt für Protestaktion der Klinikum-Mitarbeiter

“Die bundesweite Protestaktion, an der auch die Solinger Klinikum-Mitarbeiter teilgenommen haben, ist absolut berechtigt. Das ist ein Ruf, der nicht überhört werden darf, denn so wie bisher geht es nicht mehr weiter”, so Ratsmitglied Gerd Schlupp, der für die Piraten im Gesundheitsausschuss des Rates sitzt.

Bundesweit fehlen in den Krankenhäusern 162.000 Stellen, davon 70.000 allein in der Pflege. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht allerdings in den nächsten drei Jahren nur max. 7.000 neue Stellen vor. Das sind umgerechnet nur zwei bis drei pro Krankenhaus!

“Immer mehr Patienten in immer kürzerer Zeit zu versorgen, ist kein haltbarer Zustand. Permanenter Dauerstress und Zeitnot führen zu krankmachenden Arbeitsbedingungen und gefährden letztlich auch die Qualität der Patientenversorgung. Das Klinikum hat in den letzten Jahren das Personal zwar aufgestockt, doch die Verdi-Aktion belegt, dass es  in Solingen trotzdem noch erheblichen Nachholbedarf gibt. Weitere Verbesserungen sind jedoch bei der ohnehin defizitären Lage aus Eigenmitteln kaum noch zu leisten.  Um die erforderlichen Neueinstellungen realisieren zu können, sind die Kliniken auf eine umfassende Verbesserung der Krankenhausfinanzierung durch den Bund angewiesen.”

“Wir brauchen ein bundesweit geltendes Personalbemessungssystem als Grundlage für die bedarfsgerechte Finanzierung der Personalkosten”, ergänzt Piratensprecherin Silke Hartkopf. “Gefragt ist aber auch das Land NRW, das für die Finanzierung von Investitionen in Gebäude und medizinische Geräte zuständig ist. Die Investitionszuschüsse für die Kliniken müssen aufgestockt werden, damit ein moderner Standard gewährleistet werden kann.”

                                                                   

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