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Nachlese zum CSD Iserlohn 2014

Am 6. September fand der diesjährige CSD in Iserlohn statt. Ausrichter war wieder die unermüdlich arbeitende Schwul Lesbische Initiative Märkischer Kreis e.V. (SLIMK).
Auch wir, die Piratenpartei im Märkischen Kreis, konnten wieder mit einem Infostand an dieser sich für Gleichberechtigung und Akzeptanz einsetzenden Veranstaltung teilnehmen.

Eine zeitgemäße Geschlechter- und Familienpolitik ist uns wichtig. Gleichberechtigung ganz unabhängig von Geschlecht, sexueller Vorlieben und Partnerwahl gehören zu der Würde die uns Artikel 1 des Grundgesetzes zusichert. Er ist die Grundlage für ein freies und selbstbestimmtes Leben.
Da aber noch längst nicht jeder seinem Mitmenschen gegenüber entsprechend tolerant ist, und ihnen die gleichen Freiheiten zubilligt wie sich selbst, ist es uns ein wichtiges Anliegen weiterhin aufzuklären und an jeder Stelle und zu jeder Zeit für größtmögliche Toleranz und Akzeptanz gegenüber allen unseren Mitmenschen einzutreten.
Wir halten Veranstaltungen wie den alljährlichen CSD für ein wichtiges Event um zu informieren sowie Vorurteile und Ängste abzubauen.
Gerne unterstützen wir diese und ähnliche Veranstaltungen auch in der Zukunft.

Wir bedanken uns ausdrücklich beim Veranstalter und allen Helfern, die dies möglich gemacht haben und freuen uns schon aufs nächste Jahr.


Kommentare

Ein Kommentar zu Nachlese zum CSD Iserlohn 2014

  1. Achim Ossenberg meinte am

    So wichtig solche Veranstaltungen auch sind für den Kampf um Gleichberechtigung, es muss mehr getan werden.
    Die hinter der „Moral“ aufgebaute Mauer muss weg. Auf dem Gebiet der sexuellen Identifikation oder Orientierung gibt es kein richtig oder falsch!
    Die gleichgeschlechtliche Orientierung von Menschen ist eine vollkommen natürliche Art der Zuneigung und Liebe gegenüber anderen Menschen. Eine von mehreren.
    Es gab sie zu allen Zeiten und in jedem Kulturkreis auf dieser Welt, und es wird sie immer geben.
    Sie war zu keiner Zeit so weit verbreitet, dass sie den Fortbestand der Gattung Mensch gefährdet hätte, und wird es auch nie sein.
    Im Laufe von Jahrtausenden erlebte sie im auf und ab der Meinungen von völliger Akzeptanz und sogar Ehrfurcht bis zur Verbrennung auf dem Scheiterhaufen alles.

    Wieso Homosexualität als Sünde angesehen wird, bleibt wohl ein Rätsel der Interpretationskunst der Geistlichen.

    Und da bin ich dann auch schon bei den Begrifflichkeiten.
    Homosexualität, allein dieser Ausdruck, seit 1868 gebräuchlich, suggeriert eine Andersartigkeit, eine Untauglichkeit, ein nicht Dazugehören – eine Krankheit.
    Aber auch der Ausdruck „Schwul“ erfährt in den letzten Jahren, nachdem er Anfang der 1970er Jahre als kämpferisch selbstbewusst bekennender Ausdruck der „Szene“ verwendet wurde, wieder verstärkt eine allgemein abwertende Interpretation. So steht er heute für Dysfunktionalität, Abartigkeit, Weichheit und Ausgegrenztheit. 
    Wer mag sich denn mit solchen Begriffsbewertungen identifizieren?
    Wer will sich selbst oder seinen Eltern oder dem Bekanntenkreis sagen: Ich bin schwul, wenn sich dahinter laut Bewertung der Gesellschaft Abartigkeit, Ausgrenzung, Schande usw. verbirgt?
    In dem Zusammenhang ein Link zu schockierenden Fakten:
    Coming Out Day 
    Ich selbst habe in den letzten Jahrzehnten im engsten Bekanntenkreis etliche wundervolle und wertvolle Menschen verloren, die aus Angst zu missfallen, aus Angst Schande über ihre Familien zu bringen, aus Angst zum Gespött zu werden, aus Angst vor Entdeckung und Kraftlosigkeit vom täglichen Kampf um Verschleierung den Tod vorzogen.
    Da sehe ich dringenden Handlungsbedarf.
    Nichtssagende Allgemeinplätze seitens der Politik bringen die legitime Forderung nach Gleichberechtigung nicht voran.
    Sicher muss die Politik die Rahmenbedingungen dafür setzen, dass Homo- und Bisexuelle sich frei in der Gesellschaft entfalten können und nicht diskriminiert oder als ungleichwertig angesehen werden.
    Für wesentlich wichtiger aber halte ich, dass wir selbst als Gesellschaft als freie und solidarische Gemeinschaft für Akzeptanz und Gleichberechtigung der gleichgeschlechtlich Liebenden sorgen müssen.
    Dass die Eltern in dieser Gesellschaft durch Forderungen dafür sorgen müssen, dass sexuelle Vielfalt als erklärbares Thema nicht tabuisiert wird, sondern bereits in den Schulen auf die Tagesordnung kommt. Mit dem Ziel der Aufklärung darüber, dass es so etwas eben auch gibt.
    Es ist unsere Pflicht als Gesellschaft unseren Kindern zu erklären, dass es keine Menschen erster, zweiter oder x-ter Klasse gibt.
    Wir als Gesellschaft müssen dafür sorgen, dass Homo- und Bisexualität Gleichwertigkeit zur Heterosexualität erfahren.
    Wir müssen die Schranken in unserem Kopf loswerden.

    Beste Grüße
    Achim Ossenberg