766 – Gibt es einen dritten Weg abseits der ökonomischen Dogmen?

Podiumsdiskussion

* Patrick Bernau (FAZIT Wirtschaftsblog der FAZ)
* Mark Dittli (Chefredakteur Finanzen und Wirtschaft, Wirtschaftsblog: Never Mind, Züricher Tagesanzeiger)
* Dirk Elsner (Wirtschaftsblog- Blick Log)
Moderator: Matthias Garscha
Dauer (ca.): 150 Minuten
Moderation: Wutze

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748 – Programmschulung am 25.05.2013 in Kerpen – Wirtschafts- und Finanzpolitik mit Dr. R. Arnold

Wirtschafts- und Finanzpolitik der Piratenpartei erklärt von Dr. Robert Arnold

Programm: http://pir.at/18kl
Dauer (ca.): 60 Minuten
Moderation: berndpirat (@berndpirat)

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432 – 18. Kläppchen des Adventskalender der Piratenpartei NRW

Süßer die Kassen nie Klingeln

O du fröhliche, O du stressige Vorweihnachtszeit! Während genervte Eltern auf der Suche nach dem neuesten Plastik-Krempel sich in abgegrasten Konsumtempeln immer hektischere Schlachten liefern, wollen wir heute einen Blick auf ein kaum bekanntes Positionspapier der NRW-Piraten werfen. Unter der Überschrift „Modernisierung des Wachstumsbegriffs“ versucht Autor Hilmar Schulz sich an gesellschaftlichen Grundwerten – und gibt zugleich eine deprimierende Antwort auf die Frage, die gerade jetzt so viele Menschen bewegt: „Warum tu ich mir den Scheiß eigentlich an?“

Foto: Weihnachtliche Extrawurst CC BY-NC 3.0 Kira Stein

Der aktuelle Wachstumsbegriff betont nämlich einseitig den Konsum von Waren und Dienstleistungen, lässt aber Leistungen unberücksichtigt, die der Gemeinschaft dienen, wie etwa Kindererziehung oder ehrenamtliche Tätigkeiten. Dadurch fördert er eine Einstellung, die das Wohlergehen der Bevölkerung rein auf ihre messbare ökonomische Leistungsfähigkeit reduziert.

Die NRW-Piraten finden demgegenüber: Das Streben nach Wirtschaftswachstum darf nicht zu einem Selbstzweck werden, indem es wahllos alles misst und wägt, was sich „verbrauchen“ lässt. Denn das reduziert Wachstum auf ein bloßes Konsumbarometer. Wirtschaftswachstum kann aber erst dann zu einem gesellschaftlich akzeptablen Kernziel werden, wenn es insgesamt die Zufriedenheit breiter Bevölkerungsschichten erhöht. Und das ist schon seit mindestens 15 bis 20 Jahren nicht mehr der Fall. Wenn sich etwa die Behandlungskosten psychischer Belastungsstörungen im letzten Jahrzehnt vervielfacht haben, kann man wohl kaum von einem echten „Erfolg“ für unsere Volkswirtschaft sprechen.

Auf den Trümmern eines zerbombten Europas gründete sich unser Wirtschaftswunder auf einer Wachstumsideologie, die den Konsum materieller Güter in den Mittelpunkt der Wirtschaftspolitik stellte. Damals hatten weite Teile der Bevölkerung einen aus heutiger Sicht geringen Lebensstandard und Themen wie Umwelt oder Nachhaltigkeit waren weit weg. Aus eben jener Zeit stammt aber bis heute unser Wachstumsbegriff.

Die dringend notwendige Begrenzung unseres Ressourcenverbrauchs lässt sich nicht allein mit mehr Produktion bei weniger Energieverbrauch und Umweltverschmutzung erreichen. Jede Art von Produktionswachstum erfordert auch mehr Rohstoffe, deren Ausbeutung wiederum Umweltzerstörung nach sich zieht. Aus dieser Erkenntnis heraus fordern die Piraten eine qualitative Diskussion über den Wachstumsbegriff, die etwa Dinge wie Waffenproduktion oder Krankheitskosten nicht mit Infrastrukturmaßnahmen gleichsetzt. Denn: Je kränker wir werden, desto mehr wächst unsere Wirtschaft. Auf der anderen Seite bleiben unbezahlte Leistungen unberücksichtigt, von denen wir als Gesellschaft profitieren. Der privat versorgte Gebrechliche erhöht das Wirtschaftswachstum nicht – ein Platz in einem Pflegeheim schon.

Die Piratenpartei möchte deutlich machen, wohin uns ein allein auf immer mehr Konsum ausgerichtetes Wirtschaftswachstum geführt hat. Zur Produktion von Waren mit gezielt begrenzter Lebensdauer beispielsweise, deren Komponenten zum Teil nur schwer austauschbar sind, Stichwort „geplante Obszoleszenz“. Aus der Herausforderung, Produkte mit möglichst langer Haltbarkeit zu schaffen, die im besten Falle nicht kaputt zu kriegen sind, wurde die Aufgabe, Produkte mit einer möglichst planbaren Vergänglichkeit zu entwickeln.

Foto: Weihnachtseinkauf CC BY-NC 3.0 Kira Stein

Nicht zuletzt infolge des weltweiten Konkurrenzkampfes um Wachstumsanteile wird bis heute bei der Preiskalkulation eines Produkts Entscheidendes viel zu wenig berücksichtigt – und immense Kosten werden auf nachfolgende Generationen abgewälzt: die Endlichkeit von Ressourcen, die Umweltbelastung beim Transport und die vollständigen Entsorgungskosten. Lebensmittel- und Textilbestandteile etwa reisen mehrfach um die ganze Welt – nicht um irgend jemandes Überleben zu sichern, sondern um unser übersteigertes Konsum- und Genussbedürfnis zum Schnäppchenpreis zu befriedigen. Und der von unserer „Wohlstandsgesellschaft“ in weiterhin steigendem Maße produzierte Elektroschrott, jawohl: unsere alten Computer und Handys, werden in Afrika unter freiem Himmel verbrannt, wo sie Mensch und Natur vergiften.

Dauer (ca.): 5 Minuten
Moderation: Christina Worm (@BackschafterBo)

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269 – #EuWiKon 2012 in Essen – Interview mit Alexander “sozialpirat” Spies

Krähennest Podcast der Piratenpartei NRW

Alexander Spies, Mitglied der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und Sprecher für Arbeit und Soziales, Europa und Bundesangelegenheiten, erzählt im Interview mit pakki auf der EuWiKon von seinen Erfahrungen, Einschätzungen und Sichtweisen zur Europapolitik.

Sein Interesse gilt der europäischen Integration und Einigungsbewegung. Er setzt sich aktiv dafür ein, daß der europäische Gemeinschaftsgedanke wieder einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung geniesst. Insbesondere die soziale Dimension und damit einheitliche Sozialstandards sollen mehr Aufmerksamkeit in der europäischen Politik erhalten.

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267 – EuWiKon – Interview mit Anke Domscheit-Berg

Krähennest Podcast der Piratenpartei NRW

pakki interviewte auf der EuWiKon in Essen Anke Domscheit-Berg, Mitglied der Piratenpartei Deutschland. Sie bewirbt sich um den Listenplatz 1 der Piratenpartei Brandenburg im Bundestagswahlkreis Oberhavel / Havelland II für die Bundestagswahl 2013.

Sie hält die Themen Wirtschaft und Europa für sehr wichtig und hat dort in mehreren Arbeitsgruppen mitgearbeitet und sich spontan dazu entschlossen, eine Session zum Barcamp mit dem Thema “3. industrielle Revolution” anzubieten, die sehr gut besucht war und lebhafte Diskussionen hervorrief.

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