Flächenpotential Urban Gardening

Antragsdatum: 12. Januar 2014
Status: Der Antrag wird vorraussichtlich am 12.Februar 2014 im Stadtentwicklungsausschuss behandelt.
Antragstext: Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
in der Aussprache zum Bürgerantrag WP 09-14 SV 61/215 im Stadtentwicklungsausschuss am 6. November 2013 gab es im Grundsatz sehr viel Zustimmung für das Urban Gardening seitens des Stadtentwicklungsausschusses, auch wenn die konkrete Umsetzung auf dem Albert-Schweitzer Gelände als weniger geeignet angesehen wurde.
Bezug nehmend auf den Bürgerantrag WP 09-14 SV 61/215 ( Aktenzeichen IV/61.1 Groll_BPlan 254 ) der Piraten, bittet der Arbeitskreis Kommunalpolitik Hilden der Piratenpartei NRW und der Antragsteller Andreas Benoit den Rat und die Verwaltung der Stadt Hilden nun darum, sich mit folgenden Fragestellungen zu beschäftigen:

1. Welche öffentlichen Grünflächen gibt es, die prinzipiell für das Urban Gardening geeignet sind? Dabei sollte besonders untersucht werden inwieweit Flächen im Geltungsbreich neuerer Bebauungspläne in Frage kommen, bzw. ob auch innerhalb von Bebauungsplänen im Aufstellungsverfahren geeignete Flächen bereitgestellt werden könnten.
2. Gibt es (versiegelte) Brachflächen die – auch temporär – für einen mobilen Urban Gardening Ansatz mit Pflanzbehältern und anderen mobilen Einrichtungen genutzt werden können?

Begründung:
Das Thema gewinnt immer mehr an Bedeutung und auch in Hilden ist damit durch die Initiative ‚Hilden im Wandel‘ bereits begonnen worden. Wie die Beispiele aus Berlin [1], Köln [2] oder Hamburg [3] zeigen sind solche Initiativen immer der Nährboden für eine stetige weitere Entwicklung. Dieser nachhaltigen Bodennutzung sollte sich die Stadt Hilden nicht verschliessen. Es wird dann unweigerlich die Frage nach geeigneten Flächen aufkommen und diese frühzeitig zu beantworten sollte der Hildener Verwaltung und dem Rat ein besonderes Anliegen sein, um bürgerschaftliches Engagement in Hilden zu stärken.
Mit dem „Bürgerbeet“ [4] gibt es bereits ein konkretes Projekt in Hilden, das sich mit diesem Thema beschäftigt. Aus einer dort ausgeführten Umfrage geht sogar hervor, dass ein Bedarf in Hilden durchaus gegeben ist und viele Personen existieren, die sich in ein solches Projekt einbringen wollen.
Daher erscheint es sinnvoll sich bereits jetzt mit den Möglichkeiten einer Ausweitung dieses Engagementes für die Allgemeinheit zu beschäftigen, eine zentrale Frage ist dabei, wo bereits Flächen existieren die für eine solche Gruppe bereitgestellt werden könnten. Bei dieser Überprüfung sollte besonders auf baurechtliche Einschränkungen eingegangen werden, die eine bestehende Grünfläche disqualifizieren und für einen Laien nicht einfach einsichtig sind, wie z.B. Wasser- oder Landschaftsschutz oder bestehende Eingriffsausgleichsregelungen. Aus einem, um die Fragepunkte des Urban Gardening erweiterten Grünflächenkataster kann dann schnell und bedarfsgerecht abgeleitet werden, wie dem Wunsch der Bürger entgegengekommen werden kann.
[1] http://prinzessinengarten.net
[2] http://www.campusgarten.uni-koeln.de/‎
[3] http://http://www.gartendeck.de/
[4] http://www.hilden-im-wandel.de/Projekte/beet.php

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