Der Blog der Piraten aus Hamm

Suchtpolitik

Im Mittelpunkt unserer Suchtpolitik steht der verantwortungsbewusste Mensch und kein illusorisches Abstinenzziel. Wann immer man versucht hat, absolute Abstinenz bei der Bevölkerung zu erreichen, ist man gescheitert. Das bedeutet, dass wir für die Entkriminalisierung von einigen Drogen sind. Es soll nicht nach ideologische Einordnungen, sondern nach der tatsächlichen Gefährlichkeit von Drogen gehen. Alkohol ist zum Beispiel physisch betrachtet gefährlicher als Cannabis. Portugal hat viele Drogen entkriminalisiert und über einen Zeitraum von fünf Jahren eine Studie zu dieser Entkriminalisierung laufen lassen. Sie haben gute Erfahrungen gemacht. Dies ist hier nachzulesen:
http://object.cato.org/sites/cato.org/files/pubs/pdf/greenwald_whitepaper.pdf

Erfolgte eine legale Abgabe von Drogen, so würde der Drogenkriminalität der Nährboden genommen werden. Es gibt auch bereits Studien und Test, bei denen nicht mehr Methadon, sondern tatsächliches aber qualitativ hochwertiges Heroin von staatlichen Stellen abgegeben wird. Die Ergebnisse sind besser als bei Methadon:
http://www.aponet.de/aktuelles/kurioses/2012-03-heroin-auf-rezept-besser-als-methadon-ersatz.html
http://www.ksta.de/region/studie-empfiehlt-heroin-statt-methadon,15189102,13687938.html

Erster Schritt wäre natürlich in Hamm eine bessere Betreuung der Suchtkranken.
Die schlechte Betreuung von Suchtkranken wird von Ärzten selbst angeprangert:
http://www.derwesten.de/nachrichten/junkies-nehmen-heroin-und-dealen-mit-methadon-id3702627.html

Konkret für Hamm wären wohl schadensminimierende Sofortmaßnahmen wie Spritzenabgabe und Drug Checking eine Möglichkeit. Der flächendeckenden Ausbau des Netzes an Beratungs- und Hilfseinrichtungen lindert nicht nur die größte Not, sondern bezieht auch Angehörige und Co-Abhängige mit ein. Krankenkassen und das Gesundheitssystem werden entlastet. Nicht zu vergessen sind dabei die Milliarden, die durch die Einstellung der Strafverfolgung eingespart und die Milliarden, die durch eine angemessene Besteuerung von Genussmitteln erwirtschaftet werden können. Zu guter letzt noch der Hinweis auf die Forderung von über hundert Strafrechtsprofessoren, das sind 40 Prozent aller Strafrechtsprofessoren in Deutschland, die für eine Legalisierung von Marihuana eintreten.
http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/strafrechtler-fordern-cannabis-legalisierung-in-deutschland-34b52-51ca-17-1715233.html

Hier noch der Link zu unserem Programm:
https://www.piratenpartei.de/politik/selbstbestimmtes-leben/drogen-und-suchtpolitik/