2017 Allgemein Hamm Jahre Lokales

Leere Drohungen – PIRATEN kritisieren Umgang mit Hundehaltern

Da die Stadt allein mit der Hundesteuer mehr als eine Million Euro eingenommen hat und sich damit die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert haben, wird auf die bereits 2014 angekündigte Hundezählung in naher Zukunft weiterhin verzichtet. Da eine entsprechende Zählung mit hohen Kosten verbunden wäre, vertraut man lieber darauf, dass allein die Androhung selbiger weiterhin Wirkung zeigt und die Zahl der Meldungen sich entsprechend fortlaufend positiv entwickelt. Während private Hundebesitzer pro Hund jährlich einen bestimmten Betrag zahlen müssen, sind Züchter von dieser Regelung ausgenommen.
Ratspirat Martin Kesztyüs: „Es ist schon ein fragwürdiges Bild der Inkonsequenz, das sich hier zeichnet. Wenn man eine Zählung ankündigt, dann sollte man sie auch durchführen und dies vor allem auch zeitnah zur Ankündigung. Alles andere bestätigt kriminell veranlagte Personen doch nur darin, dass es sich lohnen kann eine Situation auszusitzen. Zudem stellt sich ja auch die Frage, wofür das durch die Hundesteuer eingenommene Geld überhaupt verwendet wird. In Anbetracht der beachtlichen Summe, die auf diesem Wege in die Stadtkasse gelangt, macht Hamm einen eher wenig hundefreundlichen Eindruck – hier kann man sicherlich noch einiges besser machen. Darüber hinaus ist es im Hinblick auf die allseits überfüllten Tierheime, deren Kosten auch getragen werden müssen, nicht sinnvoll, wenn nicht sogar kontraproduktiv, Züchter von der Hundesteuer zu befreien und diese somit in ihrer Tätigkeit zu unterstützen. Wir PIRATEN wünschen uns daher eine in sich schlüssige und faire Neuregelung in diesem Bereich.“