2017 Hamm

Knapper geht’s kaum – PIRATEN kritisieren Kurzfristigkeit der Geithe-Regelung für den 1. Mai

Copyright © 2008, Tobias Wolter

Am 1. Mai planen, wie jedes Jahr, viele jüngere Bürgerinnen und Bürger
mit ihren Bollerwagen durch die Hammer Geithe zu ziehen. Hier war es
bisher üblich, dass nicht nur handelsübliche, kleine Bollerwagen
genutzt wurden, sondern auch große, teilweise sogar mit Theken
ausgestattete Eigenbauten. Da diese nach Aussage des Ordnungsamtes die
Rettungswege blockieren könnten, hat die Stadt nun für dieses Jahr ein
Verbot solcher Wagen ausgesprochen, das von Polizei und Ordnungsamt
durchgesetzt wird. Ratspirat Martin Kesztyüs: „Die Begründung für
dieses Verbot ist vollkommen klar und angemessen, die Sicherheit geht
selbstverständlich vor. Warum aber diese Regelung so kurzfristig erst
kommuniziert wird ist ganz und gar nicht nachvollziehbar. Wer bisher
geplant hatte mit einem der nun verbotenen Wagen durch die Geithe zu
ziehen, hat bis zu diesem Zeitpunkt fest damit gerechnet, den Wagen
eventuell eigens dafür gebaut und präpariert, Verabredungen mit
Freunden getroffen, Vorräte eingekauft und vieles mehr. Das alles
kostet Zeit und Geld. Da darf man sich dann auch nicht wundern, wenn
das Echo in den sozialen Medien entsprechend negativ aufgeladen
ausfällt. Die Problematik ist seit Jahren bekannt, hätte man zu einem
möglichst frühen und angemessenen Zeitpunkt die Neuregelung mitgeteilt,
wäre dieses Feedback sicherlich positiver angeklungen. Jetzt heißt es
wieder, dass die Jugend nur feiern und saufen wolle und für nichts
Verständnis zeige, obwohl das Unverständnis allein durch die Umstände
selbst provoziert wurde. Wir PIRATEN stellen uns hier ganz klar vor die
Jugend, die mal wieder fälschlicher Weise dämonisiert dargestellt wird.“