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Sprache als Luxusgut? – PIRATEN fordern Oberbürgermeister dringend zum Umdenken auf

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Der Fachbereichsleiter für Soziales, Theo Hesse, hat kürzlich gegenüber dem WA geäußert, dass ein zugewanderter LKW-Fahrer nicht ein Jahr in Sprachkursen “absitzen” müsse. Damit wird deutlich, welche Haltung seitens der Stadt gegenüber der Flüchtlingsarbeit besteht. 
Die PIRATEN in Hamm fordern den Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann auf hier sofort die Prioritäten zu überprüfen und neu zu ordnen.
Ratspirat Martin Kesztyüs: “Hier zeichnet sich ein verheerendes Bild ab. Flüchtlinge werden zu Abeitsmaschinen, zu Menschen zweiter Klasse degradiert. Der Spracherwerb kann und darf keinesfalls ein Mittel zum Zweck darstellen und auschließlich als Mittel zur Platzierung Geflüchteter auf dem Arbeitsmarkt dienen. Der Spracherwerb ist die notwendige Grundlage jedweder Integration und die Basis gesellschaftlicher Teilhabe. Hier dürfen keine Abstriche gemacht werden. 
 
Wir PIRATEN warnen eindringlich davor hier die Fehler zu wiederholen, die damas bei italienischen und türkischen Gastarbeitern gemacht wurden. Damals legte man keinen Wert auf einen umfassenden Spracherwerb – heute beklagt man sich, dass sich Parallelgesellschaften gebildet haben. Das Unglücklichste dabei ist, dass zum Beispiel Jemand der kein Deutsch spricht, aber LKW fahren kann, diese Arbeit vielleicht noch meistert, ein beruflicher Aufstieg ihm aber verwehrt bleibt. Man beutet diese Menschen also vorsätzlich aus und nimmt ihnen gleichzeitig jede Perspektive. Es kann nicht angehen, dass Spracherwerb derartig instrumentalisiert wird, um Menschen klein zu halten. Wir PIRATEN fordern,dass ausnahmslos alle Flüchtlinge die Gelegenheit erhalten die deutsche Sprache zu erlernen, und zwar in vollem Umfang.”