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Mehr Zuckerbrot, weniger Peitsche – PIRATEN fordern mehr Wertschätzung der Jugend

Nach einem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Kanu-Vereins Hamm gab die Stadt nun aktuell die Stellungnahme heraus, dass künftig im Bereich der Kanalkante vermehrt Kontrollen durch den Kommunalen Ordnungsdienst durchgeführt würden. Dies solle vor allem die Abendstunden betreffen. Der Kanu-Verein hatte sich zuvor vermehrt beschwert, dass es dort zu Zwischenfällen mit alkoholisierten jungen Menschen gekommen sei. Dass das Gelände eigentlich nicht zur Verantwortung des Kommunalen Ordnungsdiensts gehört, solle durch eine Vereinbarung mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes gelöst werden. Außerdem denke man über ein Glasverbot nach.
 
Ratspirat Martin Kesztyüs: „Hier gilt es zunächst einmal zu sondieren, was die Ursache der Problematik ist. Erst kürzlich haben wir darauf hingewiesen, dass es für junge Menschen zu wenig ernstzunehmende Freizeitangebote gibt. Es ist also kein Wunder, wenn die Jugend sich andere, öffentlich zugängliche Orte sucht, um sich zu treffen und eine gute Zeit zu haben. Dem mit Verboten und Kontrollen entgegen zu gehen, kann die Problematik bestenfalls auf andere Orte verlagern, aber mit Sicherheit nicht aufheben. Darüber hinaus macht es wenig Sinn, hier wieder das Glasverbot hervor zu holen. Die Gründe dagegen, zahlreich und vielfältig, sind hinlänglich bekannt. Wir PIRATEN fordern daher ein Umdenken, weg von Strenge und Strafe, hin zu produktiven Lösungen, die für alle zufriedenstellend sind.“