2016 Allgemein Hamm Lokales Rat

Artgerecht statt Ungerecht – PIRATEN für kommunales Wildtierverbot

Im Gegensatz zu 50 anderen Kommunen lehnt die Stadt Hamm es ab ein kommunales Wildtierverbot auszusprechen, obwohl dies rechtmäßig durchsetzbar wäre. Ein solches Wildtierverbot regelt, dass kommunale Flächen nicht länger an Zirkusse vermietet werden, die Wildtiere mitführen. Die Stadt begründet ihre ablehnende Haltung unter anderem damit, dass ein Verbot die Freiheit der Berufsausübung einschränke, und dass das Tierschutzgesetz diesen Eingriff nicht decke.

Ratspirat Martin Kesztyüs: „Diese Argumentation gewährt tiefe Einblicke wie sehr die Verwaltung sich mit der Sache beschäftigt und welch geringen Wert ein Tierleben nach Auffassung der Stadt hat. Dass artgerechte Haltung und artgerechter Umgang in einem Zirkus nicht einmal ansatzweise gewährleistet sind ist nicht neu. Hier sollte man nun eigentlich erwarten, dass im Sinne der Tiere gehandelt und ein Verbot ausgesprochen wird, welches rechtlich möglich wäre. Sich stattdessen auf das Argument der Berufsausübung zu stützen ist rechtlich überholt und pervers, wenn man die Qualen der Tiere betrachtet. Tiere existieren nicht zu unserer Unterhaltung und Belustigung. Daher fordern wir PIRATEN die Stadt eindringlich dazu auf diese Entscheidung zu revidieren.“