2015 Hamm Lokales

Eine warme Mahlzeit pro Tag, oder doch lieber Bahn fahren?

Der VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) hat den Universitäten in NRW zum Wintersemester 2015/16 die bisherigen Verträge gekündigt. Neue Verträge mit erhöhten Preisen, sollen den Studierenden nun aufgedrückt werden, ohne ihnen ein Mitspracherecht einzuräumen. Aus Mangel an Alternativen sind die Studierenden weitestgehend machtlos.
Ratspirat Martin Kesztyüs: “Das Studentenleben ist allgemein für eine große Mehrheit der Studierenden durch chronischen Geldmangel gezeichnet. Man fährt nicht Bahn, weil es so viel Spaß macht, sondern weil man muss. Es ist die günstigste Alternative und auch ein wichtiger Faktor in Sachen Chancengleichheit. Sollte es so weit kommen, dass es künftig kein Semesterticket mehr gibt, bleibt vor allem denen, die nicht alternativ mit Papas Porsche fahren können, der Zugang zur Hochschulbildung verwehrt. Doch auch wenn die neuen Verträge angenommen werden, kann diese Preiserhöhung, so gering ein Betrag von wenigen Euro auch erscheinen mag, eben genau der eine Tropfen sein, der das Fass zum überlaufen bringt.
Das alles wäre kein Problem, wenn es den von den PIRATEN lange schon geforderten Fahrscheinlosen ÖPNV gäbe, bei dem die anfallenden Kosten gerecht verteilt von allen gemeinsam getragen werden, so dass letztendlich alle günstiger davon kommen.”