2015 Hamm Lokales

Ehrenamtskarte in Hamm einführen

Die Wählergruppe Pro Hamm und die Hammer Piraten planen gemeinsam einen Antrag in die Februarsitzung des Rates einzubringen, der die Einführung einer Ehrenamtskarte auf kommunaler Ebene vorsieht. Ratspirat Martin Kesztyüs: „Wir Piraten haben zu dieser Thematik bereits vor einiger Zeit ein Positionspapier erstellt, in dem wir die Einführung einer Ehrenamtskarte fordern.“ Diese Ehrenamtskarte ist in zahlreichen umliegenden Städten, wie zum Beispiel Ahlen, Werl oder Beckum, längst eingeführt worden. Insgesamt gibt es sie bereits in 163 Kreisen. Die Inhaber einer solchen Karte bekommen durch diese diverse Vergünstigungen, wie zum Beispiel verminderte Eintrittspreise oder eine kostenlose Jahreskarte für die Stadtbücherei. Die Möglichkeiten sind breit gefächert. Martin Kesztyüs: „Ehrenamtliche Tätigkeit wird per Definition nicht monetär entlohnt und ist daher für viele Menschen unattraktiv. Um Ehrenämter reizvoller zu machen, muss man den Leuten jedoch auch ein wenig entgegen kommen, ihnen etwas bieten. Auf pure Selbstlosigkeit allein zu zählen wäre naiv.“ „Bürgerschaftliches Engagement verdient Anerkennung und Würdigung“, so Dr. Cevdet Gürle, Ratsherr der Wählergruppe Pro Hamm. Dr. Gürle weiter: „Tausende von Bürgerinnen und Bürgern in unserer Stadt engagieren sich ehrenamtlich in sozialen und kulturellen Einrichtungen oder Sportvereinen. Eine Ehrenamtskarte ist ein Zeichen des Dankes und der Würdigung für ehrenamtliches Engagement. Die Ehrenamtskarte verbindet diese Würdigung mit einem praktischen Nutzen. Menschen, die sich in besonderem zeitlichen Umfang für das Gemeinwohl engagieren, können mit der Karte die Angebote öffentlicher, gemeinnütziger und privater Einrichtungen vergünstigt nutzen. Wir sollten in Hamm die unbezahlbare Arbeit der Ehrenamtlichen, die unsere Stadt lebens- und liebenswert machen, nicht allein an einem Tag wie dem Ehrenamtsfest zu würdigen wissen, sondern mit der Einführung der Ehrenamtskarte ein klares Zeichen der Anerkennung setzen“.

Dr. Cevdet Gürle, Martin Kesztyüs