2014 Fracking Hamm

Piraten sehen eine Flözgasförderung durch die HammGas kritisch

Die Piraten fordern ein umfangreiches Monitoring, also eine Aufzeichnung der Erdaktivitäten durch die HammGas.

Martin Kesztyüs von den Piraten in Hamm:
“Wir fordern von der HammGas ein umfangreiches Monitoring, also unter anderem eine Aufzeichnung der durch das Gasbohren entstehenden Erdaktivitäten. Wenn Schäden bei den Bürgern auftreten, müssen diese beweisen, dass Bohrungen, die unter ihren Häusern stattfinden, für diese Schäden verantwortlich sind. Man kann sich vorstellen dass dies Jahrzehnte nach Abschluss der Bohrarbeiten äußerst schwierig zu bewerkstelligen ist.”

Die Piraten fordern schon seit Jahren eine Beweislastumkehr bei Bergschäden. Solange diese Beweislastumkehr nicht vorhanden ist, ist ein Monitoring, also eine Aufzeichnung der Aktivitäten, die sich durch das Gasbohren ergeben, notwendig, damit die Beweisführung erfolgen kann. Ist solch ein Monitoring nicht durchgeführt worden, so fällt es dem Bürger schwer zu beweisen, dass die Schäden durch das Gasbohren entstanden sind. Die Piraten in Hamm waren erstaunt über die Unwissenheit der Führung der HammGas. Grundsätzlich sehen die Piraten die Flözgasförderung für vertretbar an, wenn auch eine solche die Energiewende behindert. Auf Grund der gestrigen Veranstaltung drängen sich allerdings Zweifel an der Kompetenz der HammGas auf. Dadurch gerät die Behauptung, dass das auserkorene Verfahren harmlos sei, unter Druck. Die Bürger müssen sich bis jetzt auf die Äußerungen der HammGas und einer Bezirksregierung, die dem Bergbau seit jeher relativ positiv gegenüber steht, verlassen. Die Stadtwerke und die Stadtführung haben noch weniger Ahnung. Erscheinen die handelnden Akteure allerdings nicht kompetent, so möchten auch die Piraten sich nicht mehr auf die Behauptungen der HammGas verlassen. Die Bezirksregierung teilte gestern eindeutig mit, dass sie einen Betriebsplan, in welchem die entscheidenden Informationen stehen, noch nicht erhalten hat. Diesen Betriebsplan will die HammGas bis Ende des Jahres nach eigenen Angaben bei der Bezirksregierung einreichen.

Martin Kesztyüs von den Piraten in Hamm: “Viele Fragen konnten gestern von den Verantwortlichen der HammGas nicht beantwortet werden. Solange dies aber nicht möglich ist, sehen wir Piraten das Gasbohren in der Nachbargemeinde Herbern sehr kritisch. Im Übrigen fordern wir auf Bundesebene eine Beweislastumkehr für Bergschäden.”