2014 Allgemein Fracking

Fracking durch die Hintertür

Die PIRATEN sind enttäuscht von der Unehrlichkeit der Stadtwerke und der HammGas.
Ratspirat Martin Kesztyüs: „Die HammGas und die Stadtwerke waren nicht ehrlich. Mindestens ein Gesellschafter wollte von Anfang an in Hamm mit Fracking Geld verdienen. Nun steigt er aus, weil er nicht davon ausgeht, dass mit dem von der HammGas bevorzugten „tektomechanischen“ Verfahren rentabel Gas gefördert werden kann. Die letzte einseitige Stellungnahme von OB Hunsteger Petermann (CDU) und Marc Herter (SPD) erscheint vor diesem Hintergrund wie eine Farce. Es bleibt die Gefahr, dass Fracking durch die Hintertür kommt, wenn das von der HammGas bevorzugte „tektomechanische“ Verfahren nicht die erhofften Erträge bringt. Im Übrigen ist die Ausrichtung der HammGas die verkehrte. Sie setzt mit einer fossilen Technologie auf die Vergangenheit. Statt mit der HammGas ins 19. Jahrhundert wollen wir Piraten mit der Energiewende ins 21. Jahrhundert.“
Wie der WA in seiner heutigen Ausgabe berichtet, will die HammGas mit einem „tektomechanischen“ Verfahren Gas ohne Fracking fördern.[1]
Vor kurzem ist bekannt geworden, dass ein Gesellschafter aus der HammGas ausgetreten ist, weil er davon ausgeht, dass ohne Fracking in Hamm kein Gas gefördert werden kann. [2]
Die HammGas hat eine PR-Agentur engagiert, für sie die Presseanfragen zu beantworten. [3]
Die Stadtwerke haben in einer einseitigen Stellungnahme versichert, dass sich auf der Gesellschafterversammlung alle Gesellschafter einstimmig geäußert haben, kein Fracking verwenden zu wollen. [4]
Martin Böckel von den Piraten in Hamm: „Die HammGas hatte mit Transparenz geworben. Nun wird eine PR-Agentur engagiert, die sich darum kümmert, dass keine unangenehmen Informationen wie der Ausstieg eines von fünf Gesellschaftern und die Umverteilung der Anteile an die Öffentlichkeit gelangen. Dies erfährt man erst auf Nachfrage. In den nächsten drei Monaten will man erst mit der Beteiligung der Öffentlichkeit beginnen, obwohl die Wellen jetzt bereits hoch schlagen. Transparenz sieht anders aus!“
[1] Siehe Westfälischer Anzeiger vom 11.7.2014, S.9.