2013 Allgemein NRW

Piraten und Antifaschisten setzen ein Zeichen

Dortmund, 23.12.2013
Ganz in der mehr als fragwürdigen Tradition der im August 2012 verbotenen, rechtsradikalen Gruppierung NWDO hatten Rechtsradikale für den heutigen Montag Demonstrationen in der Nähe von Wohnungen bekannter Politiker angemeldet. Darunter auch vor den Häusern, in denen der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau und die Landtagsabgeordnete der Piratenpartei, Birgit Rydlewski wohnen. Beide Politiker engagieren sich stark gegen Rechtsradikalismus. Gerichte konnten die Demonstrationen der Rechten nicht verbieten, erließen aber eine Verfügung, die den Demonstranten einen Mindestabstand zu den Gebäuden vorschrieb.
Dass sich auch in Dortmund, einer Hochburg besonders aktiver, rechtsradikaler Gruppierungen die Bürger nicht einfach den braunen Einschüchterungsversuchen fügen, zeigten rund 140 Personen. Diese sammelten sich zu einer angemeldeten Gegendemonstration an der Ecke Karl-Liebknecht-/Ecke Tewaagstraße. Damit waren die Demonstanten, die für Freiheit und gegen die rechte Bedrohung standen, deutlich in der Überzahl.
„Es war gut zu sehen, dass so viele Menschen gegen den Faschismus an diesem Tag an meiner Seite standen. Solidarität ist eine Waffe und wir dürfen nicht schweigend hinnehmen, dass Rechtsradikale sich in unserer Stadt präsentieren“, war Birgit Rydlewski am Abend der Demonstration erleichtert.
Gegen 16 Uhr löste die Polizei die solidarische Versammelung gegen rechte Gewalt und Einschüchterung auf, weil sie sich dem Aufmarsch der Rechtsradikalen zu sehr genähert hätten.