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Piraten und Linke bei Hammer Frauenverbänden nicht erwünscht?

logo_PP-Hamm-NEU-beitragsgroesseVerwundert zeigen sich die Hammer Piraten über die Aussagen von Anne Böse, ihres Zeichens Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Hammer Frauenverbände. Während die Direktkandidaten aller anderen Parteien zu den Quartalsversammlungen der Arbeitsgemeinschaft eingeladen wurden, sollen die Kandidaten der Piraten und der Linken nicht berücksichtigt werden. Begründet wird dieses mit der Unbekanntheit und Chancenlosigkeit, weswegen diese Kandidaten für die Arbeitsgemeinschaft „nicht von Interesse seien“.

Martin Kesztyüs von den Piraten in Hamm: „Piraten und Linke nicht einzuladen ist tief undemokratisch. Durch eine Veranstaltung im Wahlkampf hat sich die Arbeitsgemeinschaft selbst einer demokratischen Verantwortung ausgesetzt, der sie nicht gerecht wird, wenn sie nicht allen demokratischen Parteien die Gelegenheit der Darstellung gibt“.

Kai Uwe Joppich von den Piraten ergänzt: „Frau Böse´s Argumentation kann ich nicht nachvollziehen. Die Direktkandidaten der Grünen und der FDP werden ebenso wenig Chancen auf ein Direktmandat haben und werden dennoch eingeladen. An einem höheren Bekanntheitsgrad von Frau Dazert und Christoph Dammermann hege ich zudem meine Zweifel. Zudem wird im September nicht nur eine Erststimme sondern auch eine Zweitstimme vergeben. Es ist schon fast ein Zeichen von Ignoranz, wenn die Positionen der Piraten und der Linken von vorne herein als nicht interessant bezeichnet werden. Ich hätte von Frau Böse als ehemalige stellvertretende Chefredakteurin von Radio Lippewelle Hamm mehr Objektivität und Neutralität bei der Auswahl der politischen Gesprächspartner erwartet.“

Die Piraten in Hamm fordern daher, dass die Kandidaten aller demokratischen Parteien und somit auch Martin Böckel von den Piraten und Udo Gabriel von den Linken eingeladen werden. Alles andere wäre eine Farce und ließe ein demokratisches Grundverständnis vermissen.