2013 Hamm Lokales NRW Programm

Die Hammer Piraten fordern beim Fracking Vernunft von den Ratsparteien

logo_PP-Hamm-NEU-beitragsgroesseMartin Kesztyüs von den Piraten in Hamm: “Wir hoffen auf die Vernunft der Ratsparteien, keinen “politischen Selbstmord” zu begehen. Wir gehen davon jedoch nicht aus. Erst vor ein paar Tagen hat der EU-Energiekommisar Oettinger Deutschland ermahnt, auch die Potenziale der Frackingtechnik zu beachten.[1] Etwa zeitgleich lässt der Rat der Stadt Hamm Probebohrungen zu. Und nun sollen die Bürger Hamms sicher sein, dass ein Unternehmen niemals fracken wird, welches zum Geldmachen mit Fracking gegründet wurde. Ein Unternehmen, an dem nicht nur die Stadt Teilhaber ist, sondern auch private Unternehmer, die Geld investieren, um Geld zu verdienen. Wer´s glaubt, wird selig.”

MdL Hanns-Jörg Rohwedder, umweltpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion: “Die Piratenpartei fordert ein Verbot von Fracking, bei dem giftige Chemikalien eingesetzt werden. Diese Chemikalien und die aus dem Untergrund gelösten Salze, Schwermetalle und Radionuklide gefährden Böden, Grund- und Oberflächenwasser. Durch den hohen Druck ausgelöste vorhandene Spannungen im Untergrund können zu Erdbeben führen. Das gewonnene Gas hat wegen der aufwändigen Förderung eine schlechtere CO2-Bilanz als Kohle. Dazu kommen Flächenfraß und hohe Methanaustritte. Methan wirkt als Treibhausgas 16mal stärker als CO2.”

Ralf Kern von den Piraten in Hamm: “Interessant könnte auch der Besuch unserer NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Kanada und den USA sein. Dort sind neben weiteren energiepolitischen Themen auch Gespräche zum Thema Fracking geplant. Es bleibt abzuwarten, wie es nach der Reise mit der Vernunft unserer Ratsparteien bestellt ist, oder ob es nach der Bundestagswahl eine Wende geben wird. Ich will es nicht hoffen.”

Quellen:
[1] http://www.zeit.de/politik/2013-05/oettinger-eu-umweltschutz-fracking