2013 Hamm Lokales NRW

Wir fordern die Einhaltung des Ratsbeschlusses gegen Fracking

logo_PP-Hamm-NEU-beitragsgroesseWir sehen in Hamm ein Einreißen der an sich klaren Position der Stadt gegen Fracking.

Pirat Martin Kesztyüs: “Probebohrungen sollen jetzt erlaubt werden. Was kommt als nächstes? Und wozu überhaupt die städtische HammGas? In diesem Unternehmen sind außer der Stadt Hamm auch Geschäftsleute vertreten, die ausdrücklich Geld mit Fracking verdienen wollen. Diese hätten sich nicht beteiligt, wenn sie davon ausgegangen wären, dass in Hamm niemals gefrackt werden würde. Ich traue der Situation überhaupt nicht. Zwar hat der Rat sich eindeutig gegen das Fracking ausgesprochen, probegebohrt soll dennoch werden. Und ein Ratsbeschluss ist jederzeit aufhebbar. Das scheinen auch die Grünen zu übersehen, die aus noblen Gründen für die Gründung der HammGas gestimmt haben. Sollte jedoch die Mehrheit im Rat aus CDU und FDP ihren Ratsbeschluss gegen das Fracking fallen lassen, so hätten die Grünen dazu beigetragen, Fracking in Hamm zu fördern. Und mal ehrlich, wie kann man der CDU, FDP vertrauen?”

Zwar haben die HammGas und die die Probebohrung durchführende GDF SUEZ E&P in ihrem Vertrag den Einsatz von Hydraulic Fracturing bei Explorationen ausdrücklich ausgeschlossen. Dies gilt aber nur für das Aufsuchen also nicht für das Fördern. Außerdem kann ein Vertrag jederzeit einvernehmlich geändert oder aufgehoben werden. Eine Sicherheit, dass Fracking in Hamm nicht durchgeführt werden wird, besteht daher nicht. Das bedeutet nun, wenn sich ergäbe, dass man in Hamm und Umgebung nur mit dem Frackingverfahren an das Gas heran kommt, käme die Stadt als Teilhaber der HammGas unter Druck sich für das Fracking zu entschließen. Dafür ist ja schließlich die HammGas gegründet worden!

Ralf Kern von den Hammer Piraten: “Durch Fracking glaubt die HammGas den Goldrausch neu entdeckt zu haben. Hier werden wieder Gelder in sinnlose Unternehmungen gepumpt, anstatt sie sinnvoller zu nutzen. Was glaubt denn die HammGas bei Ihren Bürgern durchsetzen zu können? Bevor hier durch Bürgerbefragung, wie im Westfälischen Anzeiger vom 15.Mai berichtet, einem Fracking zugestimmt werden würde, entsteht wohl eher der Lippe-See neu!”