2012 Hamm Lokales

Nächstenliebe, aber nicht bei Suchtkranken?

Hammer Piraten fordern weiteren Sozialarbeiter.

Nach der Schießerei am letzten Freitag ist es offenkundig, dass die Verhältnisse am sogenannten “Drogenpavillon” nicht ungefährlich sind. Die Politik der Verdrängung wird langfristig nicht funktionieren. Stattdessen muss auf diese Menschen zugegangen und gezeigt werden, dass auch sie Teil der Gesellschaft sind. Ein weiterer Sozialarbeiter, der sich solcher sozialer Brennpunkte annimmt, ist daher dringend nötig.

Dazu der Hammer Pirat Martin Kesztyüs: “Diese Menschen werden ausgegrenzt.
Und die Stadt hofft, dass das Pulverfass nicht explodiert. Diese Hoffnung
ist aber trügerisch, wie man sieht. Einen Eindruck der Situation unter dem
Drogenpavillon konnte ich mir selbst verschaffen, als ich mich von einem
Tablettenabhängigen dorthin habe mitnehmen lassen, um mir die Zustände
anzuschauen. Die vorgefundene Atmosphäre empfand ich als gefährlich. Mein Empfinden hat mich offensichtlich nicht getäuscht, wie der jüngste Vorfall zeigt.

Die Stadt Hamm betreibt mit Ihrer Verdrängungspolitik eine höchst unsoziale
Ausgrenzung der Schwachen.”