2012 Hamm Lokales NRW

Wird das Fracking-Gutachten der NRW-Regierung das faktische Moratorium am 1.September beenden?

Zum 31.08.2012 soll das Ende 2011 von der Landesregierung NRW in Auftrag gegebene Gutachten samt Risikostudie abgeschlossen sein und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

In Nordrhein-Westfalen werden momentan keine Anträge auf Gasbohrungen bearbeitet, weil schon im Zusammenhang mit der Erkundung unkonventioneller Gasvorkommen wesentliche Nachteile für die Bevölkerung nicht auszuschließen sind, wie bei der Initiative Gegen Gasbohren [1] nachzulesen ist.

Nach einem Gutachten, das im Auftrag des sog. Exxon “InfoDialog” vom Öko-Institut Freiburg [2] erstellt wurde, ist die Klimabilanz des Fracking-Prozesses derart katastrophal, dass man zur Stromerzeugung ebensogut Kohle verfeuern könnte.

Wie einfach sich Großkonzerne ihrer Verantwortung für die Folgekosten der Energiegewinnung entziehen können, sieht man eindrucksvoll am aktuellen Beispiel von Vattenfall [3] und den drei stillgelegten Atommeilern Brokdorf, Brunsbüttel und Krümmel. Einmal mehr werden auf diese Weise Gewinne privatisiert und die Umweltschäden der Allgemeinheit / dem Steuerzahler hinterlassen. Genau diese Gefahr besteht auch beim Fracking und möglichen Spätfolgen.

Die PIRATEN in NRW lehnen Fracking als Fördermethode ab, da sie unkalkulierbare Risiken für unsere Umwelt und unser Trinkwasser bedeutet. Die PIRATEN fordern die umgehende Offenlegung aller relevanten Daten durch Behörden und Betreiber und eine frühzeitige Beteiligung der Bürger.

Quellen:
[1] http://www.gegen-gasbohren.de/2011/10/20/moratorium-in-nrw-darf-nicht-aufgeweicht-werden/
[2] http://dialog-erdgasundfrac.de/gutachten/energie-und-klimabilanz
[3] http://tagesschau.de/inland/vattenfall156.html