Mensch und Tier

Gegen Leinenpflicht und für Hundeführerschein

Die PIRATEN setzen sich gegen die generelle Leinenpflicht für Hunde und für die Einführung eines verpflichtenden Hundeführerscheins vor Erwerb eines Hundes und mit Übergangsfrist für Bestandstiere ein.
Durch generellen Leinenzwang ist keine artgerechte Hundehaltung möglich. (§2, Abs. 2 TierSchG, Tierhaltung: “Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden”) Aggressive bzw. schlecht erzogene Hunde werden durch Leinenzwang nicht besser kontrollierbar. Wenn ein genereller Leinenzwang in den Städten und Gemeinden des Kreises Coesfeld eingeführt würde, müßten die Kommunen im Sinne des Tierschutzgesetzes Freilaufflächen für Hunde einführen, damit Hundehalter ihren diesbezüglichen Verpflichtungen nachkommen können. Ob der Leinenzwang wirklich eingehalten wird, kann kaum wirksam überprüft werden.
Hundesprache, Rassebedürfnisse und weitere Grundkenntnisse der Hundehaltung werden durch einen Hundeführerschein umfassend vermittelt und durch eine Prüfung abgefragt Der Hundeführerschein bietet Menschen, die sich einen Hund anschaffen wollen, Hilfestellung bei der Auswahl eines geeigneten Tieres (Rasse, Größe, etc.) Die Einführung eines verpflichtenden Hundeführerscheins ist im Sinne des Tierschutzgesetzes (§2, Abs. 3 TierSchG, Tierhaltung: “Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.”)

Meldepflicht für tot aufgefundene Haustiere

Von öffentlichen Stellen (z.B. Straßenmeisterei oder Straßenreinigung) tot aufgelesene Haustiere müssen registriert und auf eine Kennzeichnung (Tätowierung, Mikrochip) überprüft werden und schließlich an die zentralen Haustierregister gemeldet werden.

(Auszug aus dem Positionspapier “Kommunalpolitik 2.0 – Der Kreis Coesfeld im Aufbruch in das digitale Zeitalter“, Beschluss der Kreismitgliederversammlung vom 19. Januar 2014)


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