Kommunales Energiemanagement

Kommunale Gebäude

Immobilien der Kommunen sollten energieoptimiert und ökologisch betrieben werden. Mögliche Maßnahmen sind hier die Prüfung und Verbesserung der Gebäudeisolierung, die Umstellung alter Heizsysteme auf regenerative Energieträger wie Holzpellets oder die Optimierung des Energieverbrauchs von Klima- und Beleuchtungsanlagen und anderen Geräten. Neubauten sollen mindestens Passivhausstandards entsprechen, also mindestens so viel Energie produzieren, wie die Heizsysteme verbrauchen. Dazu sollen etwa öffentlichen Gebäude mit Photovoltaikanlagen eingedeckt werden, sofern die Wirtschaftlichkeit gegeben ist.

Energieversorgung öffentlicher Gebäude, Betriebe, Flächen

Die Städte und Gemeinden sollten beim Ausstieg aus der Atomenergie mit gutem Beispiel vorangehen und kurzfristig die Stromversorgung von öffentlichen Gebäuden, Betrieben und Flächen auf erneuerbare Energien umstellen. Mittel- bis langfristig fordern wir, eine möglichst hundertprozentige Selbstversorgung mit Strom anzustreben.

Energiesparende Straßenbeleuchtung

Die Beleuchtungssysteme der Kommunen sind auf Energieeffizienz zu prüfen und gegebenenfalls durch entsprechende Maßnahmen wie den Einsatz moderner Leuchtmittel anzupassen. In den Städten und Gemeinden des Kreises sollten die Leuchtmittel der öffentlich finanzierten Beleuchtung durch moderne LED-Leuchtmittel erneuert werden – sofern dies nicht schon geschehen ist. Durch LED-Leuchtmittel können deutlich Kosten gespart werden, da diese wesentlich weniger Energie verbrauchen, eine längere Lebensdauer haben und dadurch die Wartungskosten deutlich sinken werden. Weiterhin halten wir es für sinnvoll zu untersuchen, ob durch einen „Schlummermodus“ am späteren Abend und in der Nacht zusätzlich Energie eingespart werden kann. Dabei wird die Lampe auf etwa ein Viertel der Leuchtkraft gedimmt, kehrt aber zur normalen Helligkeit zurück, sobald sich ein Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer oder Auto) dem eingebauten Bewegungsmelder nähern. Spätestens im Rahmen von ohnehin erforderlichen Reparaturen oder Sanierungsmaßnamen sollten die Systeme erneuert werden.

Kommunaler Fuhrpark

Als PIRATEN setzen wir uns dafür ein, dass ein vorhandener, kommunaler Fuhrpark höherfrequentig als gesetzlich vorgeschrieben überprüft wird um erhöhte Schadstoffemissionen zu vermeiden. Wir fordern, die kommunalen Fuhrparks zeitnah auf umweltfreundliche Antriebsarten umzustellen.

(Auszug aus dem Positionspapier “Kommunalpolitik 2.0 – Der Kreis Coesfeld im Aufbruch in das digitale Zeitalter“, Beschluss der Kreismitgliederversammlung vom 19. Januar 2014)


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